Mit Licht erzählen
Ohne Licht kein Film. Es ist die technische Voraussetzung für jede Aufnahme. Analoge Filmstreifen und die Sensoren digitaler Kameras müssen wortwörtlich „belichtet“ werden, um Bilder festzuhalten. Licht bedeutet für den Film jedoch weit mehr. Lichtstimmung, Schatten, Farben und Kontraste sind elementare Bestandteile des filmischen Erzählens.
Licht und Schatten lenken den Blick. Sie können Emotionen wecken. Sie können einladend wirken oder unheimlich sein. Sie können Übersicht schaffen, Geheimnisse verbergen, Spannung erzeugen und so die Zuschauer:innen in ihren Bann ziehen. Licht und Schatten sind das Gesicht des Films.





Nur in den seltensten Fällen kommt Filmlicht ausschließlich aus natürlichen Quellen. Für die meisten Szenen wird das Licht gebaut.
Im Studio wird selbst vermeintliches Tageslicht mit aufwendigen Aufbauten kunstvoll erzeugt. Das ermöglicht eine vollständige Kontrolle und macht unabhängig von den Lichtwechseln in der Natur.

Auch bei Außendrehs wird zugebaut. Das natürliche Licht wird unterstützt, abgeschattet oder aufgehellt.

Beim Lichtaufbau wird kaum etwas dem Zufall überlassen. Licht wird für den Film gezielt gesetzt, um eine bestimmte Wirkung zu erzielen.