Lichtrichtung
Neben der Qualität des Lichts ist die Lichtrichtung ein wichtiges Stilmittel der Lichtgestaltung. Kommt das Licht von oben oder unten, trifft es die Szenerie von der Seite, kommt es aus der Kamerarichtung oder ist es Gegenlicht?
Alltägliches Licht
Damit das Filmlicht von Betrachter:innen als natürlich wahrgenommen wird, orientieren sich Bildgestalter:innen oft an alltäglichem Licht.

Im Alltag kommt Licht oft von schräg oben, zum Beispiel das Tageslicht oder das Licht von Deckenlampen und Straßenlaternen. Der Winkel variiert dabei je nach Tageszeit und Drehort.


Auf freiem Feld kommt Tageslicht von sehr weit oben; wenn es durch ein Fenster nach innen fällt, dagegen fast von der Seite.
Einige „extreme“ Lichtrichtungen lassen sich besonders gut zur Dramatisierung einsetzen.
Gegenlicht und Unterlicht
Gegenlicht lässt Figuren und Objekte (fast) als Silhouette erscheinen und wirkt dadurch oft dramatisch oder geheimisvoll.


Da Unterlicht in der Natur fast nie vorkommt, wird es als unnatürlich empfunden. Entsprechend unnatürlich wirken Personen, die von unten angestrahlt werden.


Dieser Effekt wird oft für Horror- oder besonders dramatischen Szenen eingesetzt.
